Verkehrsentwicklung der Mitteldeutschen Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle 2025
Der Flughafen Leipzig/Halle zählte 2025 rund 2.12 Millionen Passagiere. Das sind 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Begründet ist diese Entwicklung insbesondere im Wegfall und der Reduzierung von Verbindungen im Touristikverkehr. Auf diesen entfallen rund drei Viertel aller Passagiere am Flughafen Leipzig/Halle. So wurden im Vergleich zum Vorjahr 2025 keine Verbindungen nach Kroatien, Marokko und in die Vereinigten Arabischen Emiraten angeboten. Zugleich reduzierte sich das Angebot nach Ägypten.
Die Effekte der Einstellung der Strecke Leipzig/Halle - München durch Lufthansa konnten durch die Aufstockung der Flüge zwischen Leipzig/Halle und dem Drehkreuz Frankfurt nahezu kompensiert werden.
Luftfrachtaufkommen am Flughafen Leipzig/Halle
Am Flughafen Leipzig/Halle sind 2025 rund 1,4 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen worden. Das Aufkommen liegt damit 0,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Der Airport ist das weltweit größte Drehkreuz der DHL. Damit ist der Flughafen eines der bedeutendsten Drehkreuze für Express- und E-Commerce-Sendungen. Insgesamt steuern über 45 Fracht-Airlines den Airport an und bedienen ein Streckennetz, das über 160 Ziele weltweit umfasst.
Am Flughafen Dresden stieg die Zahl der Fluggäste leicht und liegt mit 886.578 Passagieren 0,5 Prozent über dem Wert des Jahres 2024. Zuwächse verzeichnete der Touristikverkehr. Dies ist auf ein zum Vorjahr erweitertes Angebot zu Zielen in Ägypten, Griechenland, Bulgarien und der Türkei zurückzuführen.
Rückgänge weist indes der Linienverkehr durch den Wegfall der Verbindungen Dresden – Amsterdam (KLM) und Dresden - Palma de Mallorca (Ryanair) aus.
Flugbewegungen
Der Flughafen Leipzig/Halle verzeichnete 74.411 Starts und Landungen; 3,1 Prozent weniger als 2024. Am Flughafen Dresden wurde mit 20.249 Flugbewegungen ein Zuwachs von 3,7 Prozent verzeichnet.
Einordung der Entwicklung
Die Entwicklung des Verkehrsaufkommens an den mitteldeutschen Flughäfen kann nicht losgelöst von der Gesamtsituation in Deutschland betrachtet werden. Der deutsche Luftverkehr erholt sich im europäischen Vergleich weiterhin deutlich langsamer von den Auswirkungen der Pandemie. Im EU-Ranking belegt Deutschland einen der hinteren Plätze (Rang 28 von 31).
Während in weiten Teilen Europas im Jahr 2025 im Durchschnitt rund 104 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 erreicht werden, verharrt Deutschland bei lediglich etwa 87 Prozent. Besonders schwach entwickeln sich der innerdeutsche Verkehr sowie zahlreiche europäische Verbindungen. Hauptursachen sind hohe nationale Standortkosten wie die Luftverkehrssteuer sowie Flugsicherungs- und Luftsicherheitsgebühren. Diese Faktoren führen dazu, dass Airlines ihr Angebot reduzieren oder einstellen und Flugzeuge ins Ausland verlagert werden.