Nationale Tourismusstrategie: Gute Richtung – jetzt braucht es konkrete Wirkung für Leipzig/Halle und Dresden
Die Strategie unterstreicht die zentrale Rolle von Mobilität und internationaler Anbindung für einen leistungsfähigen Tourismusstandort Deutschland – und setzt wichtige Impulse für Wettbewerbsfähigkeit, Infrastruktur und Bürokratieabbau.
Für die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden kommt diese strategische Weichenstellung zur richtigen Zeit. Unsere aktuelle Regionalstudie zeigt klar: Beide Standorte leisten einen eigenständigen Beitrag zu Wertschöpfung, Beschäftigung und internationaler Vernetzung – mit komplementären Rollen.
Leipzig/Halle ist Deutschlands zweitgrößter Luftfrachtflughafen und logistisches Rückgrat der Region. Dresden gewinnt im Umfeld von Silicon Saxony weiter an Bedeutung als Tor für Hochtechnologie, Wissenschaft und internationale Fachkräfte. Studienautor Hanno Kempermann verweist dabei ausdrücklich auf die Bedeutung leistungsfähiger Anbindung – in der Luft ebenso wie auf der Schiene – und empfiehlt unter anderem den Halt von ICE-Zügen in Leipzig/Halle, um zusätzliche Passagierpotenziale zu erschließen.
Positiv ist, dass die Nationale Tourismusstrategie konkrete Ansatzpunkte benennt, um die Standortbedingungen für den Luftverkehr zu verbessern – etwa durch Entlastungen bei staatlichen Kosten, bessere Vernetzung der Verkehrsträger und eine stärkere internationale Erreichbarkeit. Entscheidend wird nun sein, diese Maßnahmen zügig und konsequent umzusetzen.
Denn internationale Konnektivität entsteht nicht automatisch. Sie braucht wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, moderne Infrastruktur und ein klares Bekenntnis des Bundes zu den regionalen Flughäfen. Leipzig/Halle und Dresden sind bereit, ihren Beitrag zu leisten – für Tourismus, Wirtschaft und Innovationskraft in Mitteldeutschland.